Worms 2011

Letztes Wochenende hatten wir das Vergnügen in Worms. Das berühmte Spektakulum feierte sein 10 jähriges Bestehen. Zum Glück für uns alle hielt sich das Wetter die gesamten drei Tage trotz angekündigten Gewitters. Einen nicht weiter nennenswerten Schauer begrüßten wir schon fast als Abkühlung. Interessant dabei: Am anderen Ende der Stadt soll ein regelrechtes Unwetter niedergegangen sein, man hörte bis ins Lager die Feuerwehr ausrücken.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, war der Zustand der Lager und eine erfreuliche Anzahl von Händlern die auch echt sinnvolle Dinge verkauften, bis hin zum Reenactment-Bedarf. Ich habe eigentlich kein Lager gesehen, das  mit irgendwelchen Peinlichkeiten bestückt gewesen wäre – außer – dem Lager der Orga…

Wie man im eigenen Regelwerk Steckstühle verbieten kann und sich dann selber welche ins Lager stellen bleibt mir ein Rätsel.

Auch die berühmte Plastiktruppe vom letzten Jahr, die „Wonnegauer Ritterschaft“ war anwesend, allerdings habe ich sie nicht auf dem Einmarsch gesehen (Für Unwissende: Das ist ein „Brauchtumsgruppe“, die mit Theaterkostümen ohne jeden Bezug zu irgendwelchen historischen Bezügen einhergeht. Wer zur älteren Generation gehört fühlt sich unmittelbar an die Rollbüchsen der Augsburger Puppenkiste erinnert).

Auch die „historischen Fahnenschwinger“ der Stadt Worms führen vor, das die Geschichte ja nie endet: Die Farben ihrer Fahnen vergangener Jahrhunderte setzen sich nahtlos in Turnschuhen des 21. Jahrhunderts fort.

Da die Feldschlacht dieses Jahr ausfallen musste hat man sich eine Alternative erdacht und ein Hoffest inszeniert. An einer Tafel saß der „Kaiser“ mit seinem Hofstaat und unten auf der Bühne machten Gaukler und Spielleute faxen und Musik. Glücklicherweise hatten die Musiker wenigstens noch eine überdachte Bude, während der Kaiser unter freiem Himmel tafelte. Bei den reichlichen Klamotten dürften der Hofstaat allerdings ordentlich geschwitzt haben.

Ich habe mir nicht das ganze Programm angetan, aber selbstverständlich die Vorführungen der Fechtschule Krifon (weil ich selber da übe), wo es doch schon ein paar recht gute Einlagen gab. Und über die Musik möchte ich lieber kein Wort verlieren, denn „Mittelalter Bands“ mit Trommeln und Dudelsäcken als einziger Ausrüstung gehen mir auf den Geist. Da lob ich mir die vielen kleinen Gruppen und Sänger, die über den Platz zogen und deutlich glaubwürdigeres zum besten gaben.

Ich finde diese Bühnengeschichte wäre ausbaubar, wenn man sich ein wenig mehr um historischen Kontext bemüht. Es sollten sich auch genügend Akteure finden lassen, die sich einen Auftritt nicht entgehen ließen.

Alles in allem einer der besseren Märkte.

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4 Gedanken zu “Worms 2011

  1. Hallo Pascal,

    und wo ist jetzt mein Beitrag hin ?  Also nochmal :

    Ja du hast natürlich recht, das hätten wir noch ergänzen müssen. Wobei der erste Eindruck eben erst mal blieb und wir die unterschiedlichen Bereiche (Trennung Marktorga und Lagerorga) erst später aufgedröselt gelesen haben.

    Erwähnenswert weil außergewöhnlich positiv finde ich in diesem Zusammenhang noch, das große Engagement beider  Orgabereiche, die vor Ort alle immer freundlich und hilfsbereit und gut vorbereitet sind.

    Und anschließend auch mit großer Geduld alles immer und immer wieder erklären … 😉 auch deshalb ist Worms einer der Märkte, die deutlich mehr Spaß machen als viele andere 😉

  2. Hallo Pascal,

    und wo ist jetzt mein Beitrag hin ?  Also nochmal :

    Ja du hast natürlich recht, das hätten wir noch ergänzen müssen. Wobei der erste Eindruck eben erst mal blieb und wir die unterschiedlichen Bereiche (Trennung Marktorga und Lagerorga) erst später aufgedröselt gelesen haben.

    Erwähnenswert weil außergewöhnlich positiv finde ich in diesem Zusammenhang noch, das große Engagement beider  Orgabereiche, die vor Ort alle immer freundlich und hilfsbereit und gut vorbereitet sind.

    Und anschließend auch mit großer Geduld alles immer und immer wieder erklären … 😉 auch deshalb ist Worms einer der Märkte, die deutlich mehr Spaß machen als viele andere 😉

  3. Hallo Pascal,

    und wo ist jetzt mein Beitrag hin ?  Also nochmal :

    Ja du hast natürlich recht, das hätten wir noch ergänzen müssen. Wobei der erste Eindruck eben erst mal blieb und wir die unterschiedlichen Bereiche (Trennung Marktorga und Lagerorga) erst später aufgedröselt gelesen haben.

    Erwähnenswert weil außergewöhnlich positiv finde ich in diesem Zusammenhang noch, das große Engagement beider  Orgabereiche, die vor Ort alle immer freundlich und hilfsbereit und gut vorbereitet sind.

    Und anschließend auch mit großer Geduld alles immer und immer wieder erklären … 😉 auch deshalb ist Worms einer der Märkte, die deutlich mehr Spaß machen als viele andere 😉

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