Über die Anfänge der Rhos

Im beginnenden 8. Jahrhundert waren oder wurden vier Völker in der Donauregion und im Gebiet der heutigen Ukraine zu wichtigen Faktoren doertiger
byzantinischer Politik:

-die Madjaren
-die Perschenegen
-die Chasaren
-die Rhos

Gehen wir ca. ein Jahrhundert zurück , also in das 7 . Jahrhundert , war das Gebiet im Norden des schwarzen Meeres von einer gemischten Bevölkerung aus : Protobulgaren , Ugriern(die dem Khan Asparuch untertan waren, beherrscht. Im Laufe der Zeit (hauptsächlich in den sechziger Jahren des 8. Jahrhunderts. ) leerte sich das Gebiet , die Bevölkerung wanderte in der Mehrheit nach Westen (…besser wurden Vertrieben):damit waren besagte
Gebiete für ein für eine bestimmte Zeit von den Ostslawen feindlichen Naturvölkern frei.
Das erleichterte das Vordringen der Ur-Russen nach Süden.

Im Jahre 833 baten die Chasaren den byzantinischen Kaiser Theophilos um Untserstützung für den Bau einer Festung . Von griechischen Baumeistern wurde
daraufhin eine Festung am Unterlauf des Don errichtet
-die Festung Sarkel…oder Belaja veza .

Im Gebiet um Chersonnes kamen die Ostslawen direkt auf byzantinische Interessen .Chersonnes war für die Rhomäer ein sehr wichtiges Zebtrum mit politischen , ökonomischen und kulturellen Einfluß auf das gesamte Schwarzmeergebiet bis hin zum Kaukasus.

So mußten die Rhomäer schon früh slawische Einfälle abwehren.

Im ersten Drittel des 9.Jahrhunderts kam es – angeblich – bereits zu mehrfachen Überfällen der „Russen“unter ihrem legendären Fürsten Bravlin auf Chersonnes und Surosch auf der Krim , aber auch auf Städte südlich des Schwarzen Meeres z,B. auf Amastrida….

Die byzantinischen Kaiser waren bestrebt das Gleichgewicht der Kräfte durch ein Gegeneinander ausspielen der Völker zu sichern , indem sie zuerst
die Chasaren unterstützten (siehe Sarkel). Sie versuchten letztlich diese frühen Russen zu Verbündeten bzw. zu einem Hilfsvolk zu machen.

Die Rhos waren also nicht gänzlich unbekannt ,als sie im Jahre 860 Richtung Konstantinopel zogen .-

Im Jahre 839 waren sie bereits offiziell in Erscheinung getreten , als zwei ihrer Vertreter (laut Annales Bertiniani und Bischoff Prudentius von Troyes )
aus Konstanatinopel in der Kaiserpfalz Ingelheim bei Ludwig dem Frommen eintrafen .Sie konnten einen Brief des Brief des byzantinischen Kaisers Theophilos vorweisen, in dem darum gebeten wurde , diese Leute (die sich dem Volk der Rhos zugehörig bezeichneten) durch das fränkische Herrschaftsgebiet zu lassen, da ihnen der Weg nach Byzanz durch Barbaren versperrt wurde… .
Bischoff Prudentius von Troyes erzählte weiter , dass der Kaiser die fremden Reisenden sehr genau ausfragte und sie schließlich als „Schweden“entlarvte .. ..als Schweden die aus Rus-Land stammten ….
Durch ständige Angriffe der Wikinger auf das fränkische Reich Mißtrauisch gestimmt , wurden die Fremden erst mal festgesetzt bis daß sich ihre Harmlosigkeit erwiesen
hatte..
Hier wurde der Name Rhos …oder rus zum erstem Mal offiziell . Ohne jeden Zweifel bezeichnet er dass „Schweden“ die in Rus-Land lebten und die mit Byzanz bereits Beziehungen aufgenommen hatten .Aus welchen Gebiet sie letztlich kamen , bleibt aber offen.

Der Feldzug gegen das byzantinische Imperium wurde vom Kiewer Herrscher – anscheinend Askold (Askold-† 882- war der Name eines legendären Waräger-Fürsten -der andere war Dir- dem nach einem erfolgreichen Feldzug gegen die Khasaren zwischen 858 und 862 die Eroberung und zwischen 864 und 868 die Gründung des Fürstentums Kiew zugeschrieben wird – parallel zu den warägischen Rurikiden, die bereits das Fürstentum Nowgorord gegründet hatten) mit dem Ziel unternommen , Kriegsbeute zu machen.
– und vor allem den Kaiser in Konstantinopel zu einem Friedensvertrag zu zwingen , der das noch sehr verschwommene Staatsgebilde Rus , das quasi noch in seinem Kinderschuhen steckte , als Beschützerin des „Weges von den Warägern zu den Griechen „anerkannte . Der Feldzug wurde -eigentlich ein Seefeldzug- mit 200 Schiffen durchgeführt. Bei der üblichen Besatzungszahl von 40 Mann waren dass wohl 8000-10000 Krieger.

Hier wird die wikingische Art der Kriegszüge deutlich. Auch weitere Kriegszüge der Rus´en zeigt deutlich , das sich die ersten Rus´ischen Fürsten sich mehr mit dem dem Krieg zur See auskannten als mit Feldzügen im buchstäblichen Sinne ….
Im übrigen war der Angriff per Landweg wegen der Nomadenvölker , duch das sie ziehen hätte müßen wenn sie nach Byzanz wollten zu Gefährlich.
Der Dnepr war als breiter Grenzfluß zwischen Chasaren und Petschenegen von ihnen freu benutzbar. Konstantinopel schien ihnen wegen des Überaschungsmomentes ausgeliefert zu sein, zumal der Kaiser Michael III gerade die Araber ib Siziilien
bekriegte.

Resultat des ersten Feldzugs : die Vororte und die umgebenden ufernahen Inseln des Marmarameers wurden von den Rhos geplündert.

Schließlich traten sie mit vielen Schätzen den Rückweg an – auch wenn sie unterwegs durch einen Sturm arg dezimiert wurden

Darüberhinaus hatten sie mit Byzanz inun hren allerersten Friedenvertrag gechlossen ev. in Form eines Präliminarfriedens geschlossen – und sich damit
in der internationalen politischen Arena des Frühmiittelalters etabliert.

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