Slawische Gottheiten und ostslawische Geister und Unholde.

Zunächst sei erklärt dass alle schriftlichen Aufzeichnungen aus nach-heidnischer Zeit von z.B. Mönchen (z.B. Nestorchronik) niedergeschrieben wurden ,auch archäologische Funde sind sehr selten…

Perun : Donnergott, Gewittergott, und
Veles, Wolos oder Weles (Gott des Reichtums und des Viehs, Beschützer der Toten) sind die Hauptgötter der Slawen…

weiterhin sind bekannt :

Svarog/Swarog :Feuergott, Gott des Lichtes, Himmelsschmied, gilt als Schöpfer und oberste Gottheit bis er seine Macht auf seine Söhne übertrug:
Dazbog oder Dashbog : ostslawischer Gott der Sonne ; Sohn des Svarog
und:
Swarosits (Sohn des Svarog) , Feuergott

Die Wissenschaft geht davon aus , dass Swarog,Swarosits und Dashbog die einzigen Götter waren , die von allen Slawischen Volksgruppen verehrt wurden.

Stribog:wahrscheinlich Windgott
seine Enkel sind die Winde. Ebenfalls Ostslawisch.
Chors:Mondgott

Mokosch : Mutter Erde, gilt als Relikt eines Kults einer Fruchtbarkeitsgöttin sein. Sie hatte Macht über lebensspendendes Wasser.Auch Göttin der Frauenarbeit.
Spätere Generationen kennen sie als „Feuchte Mutter Erde“ – russ.: mat syra semlja.

Swantewit (Starker Herr):
Von den Ostseeslawen ist bekannt , daß die Götter Swantewit und Triglaw in Arkona /Insel Rügen ein großes Heiligtum hatten, daß aber im Jahre
1168 von den Dänen zerstört wurde. Swantewit hatte vier Köpfe , in seiner rechten Hand hatte er ein Trinkhorn aus Edelmetall (wurde zur Weissagung durch die Priester benutzt) . Sein linker Arm war angewickelt ein Stück unter den Rechten vor dem Bauch . Neben ihn lagen Saumzeug , und ein schönes , prächtiges Schwert dass viele Verzierungen hatte.

Er war auch Gott der Fruchtbarkeit und Beschützer der Ernte .Ebenfalls ein Kriegsgott. War wahrscheinlich der Oberste Gott der Rügen-Slawen.

Porewit : Slawische Gottheit auf Rügen , stand mit den mittsommerlichen Riten in Verbindung – weiteres Unbekannt.

Porenut : Auch Gottheit auf Rügen . Sein Tempel wurde ebenfalls von den Dänen 1168 zerstört.

Rujewit :
Eine Gottheit die ebenfalls von den Rügenslawen angebetet wurde. Hatte auf Rügen einen großen Tempel stehen , nämlich in Garz.
Seine Statue hatte sieben Gesichter , und trug sieben Schwerter am Gürtel – ein achtes war in seiner Hand.

Swaixtix -Gott des Lichtes

Tschernebog: Slaw. oberster Gott der Finsterniss
auch „Schwarzer Gott “ genannt.Wurde von den Ostseeslawen verehrt.

Belobog: Auch ein Gott der Ostseeslawen.
Oberster Gott des Lichts.Könnte mit Tschernobog im ständigen Kampf gelegen haben -wie Satan und Gott bei den Christen.Unsichere Beweislage.
Belun (Weißrussische Gestalt , kommt in zahlreichen Legenden vor) könnte aber dennoch ein Abkömmling des mysteriösen Weißen Gottes sein.
Belun war ein gebrechlicher alter Mann mit langen ,mit langen weißen Bart , der ein fließendes , langes Gewand trägt und einen langen Stab bei sich trug.
Er ließ sich nur bei Tageslicht sehen.

Zar Santanail : finsterer , böser Erdgeist bzw. Herr der Finsternis in Russischen Mythen.

Jarowit :Gott der Rügenslawen, hatte in seinen Tempel einen großen , goldenen Schild – der im Kriegsfall zusammen mit den Heeresbannern herausgetragen wurde.

Zewana: Slaw. Jagdgöttin

Zosin : Slaw. Bienengott

Zemargla: Slaw. Wintergöttin

Led: russ Kriegsgott

Lada : Slaw. Göttin der Liebe und Schönheit

Krasopani: Slaw. Liebesgöttin

Nijam : Pol. Totengott

Prowe: Slaw. Gott der Gerechtigkeit

Wollos : Russischer Schwurgott , Gott des Viehs und des Handelns.

Nur in der Kiewer Rus und an der Ostseeküste hatten die frühen Slawen einen vollständigen Götter-Pantheon ihrer (heidnischen) Götter , also genau dort wo sie in engeren Kontakt mit Skandinaviern kamen. Bei den Ostslawen zeigt dies besonders der Perun-Kult , der beeinflußt sein könnte , so die Wissenschaft vom Thor-Kult.

Geister und Dämonen des Hauses und des Hofes:

Bannik :Zwerg bzw. Geist des Badehauses. Galt als mörderischer Geist , diejenigen die er allein im Badehaus vorfand, entweder erstickte oder verbrühte oder ihnen
bei lebendigen Leibe die Haut abzog.

Es wurde für den Geist immer ein wenig Wasser zurückgelassen. Auch als man zum Christentum bekehrt war , fürchtete man den Bannik noch : Kreuze wurden vor dem betreten des Badehauses abgelegt um Bannik nicht zu verärgern.

Owinnik: gefährlichster aller Hausgeister. Wächter der Schäune. Er er ein großes , schwarzes , katzenartiges Wesen, dass wie ein Hund bellte und dessen Augen wie glimmende Holzkohle funkelte.
Es gibt sehr viele Mythen über ihn , Feuer bildete dabei den Kern seiner Bösartigkeit.
Z.B.: Die Geschichte der Frau die bei lebendigem Leib in der Scheune verbrannte weil sie gegen das Verbot verstoßen hatte und an einen Feiertag Flachs geschlagen hatte usw.

Domowoj (Litauen: kaukas, Polen und Galizien:
iskrzycki)
Launischer und mürrischer Hausgeist , der um jeden Preis gnädig gestimmt werden mußte. Er lebte bevorzugt hinter / im Ofen des Hauses. (Apropos Ofen :In Teilen Russland war es bis ins 19. Jahrhundert eine Tradition auf keinen Fall mit dem Schürhaken herumgestochert werden dürfe , Schwelende Stücke könnten abbrechen , in die Glut poltern und die Seelen der Ahnen der Familie mit hineinreißen , so daß sie auf ewig in die Hölle stürzen.)

Er hatte umfaßende Macht im Haus und Hof. Geopfert wurde je nach Vorliebe des domowoj:
Brot und Salz – andere domowoj wollten hingegen Tabak, oder Weihrauch.Bestimmte Tiere mochte er besonders gern : Pferde, Katzen und Hunde z.B. Diese wurden möglichst in der Lieblingsfarbe des Hausgeistes besorgt. Manche Tiere , die er nicht mochte Ärgerte er hingegen , schüttete ihR Essen aus -usw.
Der domowoj wurde von allen slawischen Völkern verehrt. Man sprach von ihm auch als „Meister “ und „Gönner“ oder „Grossväterchen“ : ein gut gestimmter domowoj beschützte nämlich das Haus in dem er Wohnte .
Allzu neugierige bestrafte er aber. Wer ihn aus Versehen sah bzw. überraschte , mußte mit dem Schlimmsten rechnen.

Vom Aussehen her war er von zwergenhafter Gestalt , zottelig , alt . In mancher Darstellung des domowoj wurde er Unterstützt durch seine Frau, der
domicha ,Sie lebte unter dem Fußboden.

Auch kleine Kinder soll man weinen hören…

Dworowoj : ein sehr unfreundlicher Gesell im Hof .
Neugeborene Kälber und Lämmer wurden ins Haus gebracht um sie seinen räuberischen Blick zu entziehen.
Er war alles andere als harmlos- verliebte er sich in ein Mädchen z.B. flocht er jede Nacht ihre Haare. Als sie aber Heiraten wollte und kurz vor der Hochzeit stand, erstickte sie der Geist aus Eifersiucht (so erzählen die Legenden).

Nachtrag von sigurd

JariloDyj oder Dij (Diw)

Funktion: Donnergott

Westslawen

Jarilo
Gott der erwachenden Natur, der Fruchtbarkeit und der sexuellen Kraft. Stand ferner auch für Krieg und Ernte.

Attribute
Speer, Blitz, Sonnenschild

Darstellung
Als junger, schöner, (nackter) Mann auf einem weißen Pferd.

West- und Südslawen

Lada
Göttin des Frühlings, der Saat; Schutzpatronin der Ehe und der Liebe.

Die Existenz der Göttin wird nur indirekt aus Liedern (Refrains) abgeleitet, in denen sie auch nicht explizit erwähnt wird. In Fachkreisen wird sie nicht als eine slawische Gottheit anerkannt.
West- und Ostslawen

Lelja
Frühlingsgöttin, Tochter der Göttin der Liebe und

Fruchtbarkeit

Darstellung

Als ein junges, schönes Mädchen.

Es gibt keine direkten Überlieferungen über die Existenz von Lelja und Lada in der slawischen Mythologie. Die Präsenz der beiden Göttinen im alten Glauben wird nur aus Frühlingsfesten und Liedern abgeleitet.

Morena od.
Morana, Marschana, Marzyana, Marzana, Marzanna

Göttin des Winters und der Dunkelheit, ferner Göttin des Todes

Darstellung

je nach Region unterschiedlich. Als Geist, als eine schöne Frau oder als eine alte bucklige Hexe.

Bemerkungen

Nach der Christianisierung slawischer Völker verkam Morena zu einem Wintergeist. Bis heute wird in Polen eine Puppe am Ende des Winters verbrannt oder ertränkt, um die Wintergeister auszutreiben.

West- und Ostslawen

Pereplut

Gott der Erde und des Ackers (nach anderen Quellen Meeresgott)

Westslawen

Porewit

Waldgott
Nach der Christianisierung slawischer Völker wurde Porewit mit Satan identifiziert.

Westslawen (Wenden)

Schiwa

Göttin des Lebens und der Fruchtbarkeit

Darstellung

Als eine nackte Frau mit Früchten in den Händen

Westslawen (Polaben)

Rod
Angeblich einer der ersten Götter in der slawischen Mythologie, der Erschaffer des Universums, Götervater. Allerdings existieren in den Überlieferungen kaum reale Hinweise auf seine Existenz in der Religion der Slawen.

Manche Forscher setzen Rod mit dem christlichen Gott gleich.

Bei allen Slawen

Roschanitzy

Das Verb roschat (russ. >60BL) bedeutet „gebären“. Meistens wurden Roschanitzy an Seite des Gottvaters Rod erwähnt.

Darstellung

Als eine gebärende Frau oder in Form einer Elchkuh mit Geweih auf dem Kopf.

Russland

Trojan

Trojan wird nur im Igorlied erwähnt. Es ist unbekannt, um welche Gottheit – falls überhaupt -, es sich handelt. Manche Historiker sehen Parallelen zu dem römischen Kaiser Trajan, der in Dakien Eroberungskriege führte und so den Urslawen möglicherweise bekannt war.
Ost- und Südslawen

Nachtrag von sigurd

Jarilo ; Dyj oder Dij (Diw)

Funktion: Donnergott

Westslawen

Jarilo
Gott der erwachenden Natur, der Fruchtbarkeit und der sexuellen Kraft. Stand ferner auch für Krieg und Ernte.

Attribute
Speer, Blitz, Sonnenschild

Darstellung
Als junger, schöner, (nackter) Mann auf einem weißen Pferd.

West- und Südslawen

Lada
Göttin des Frühlings, der Saat; Schutzpatronin der Ehe und der Liebe.

Die Existenz der Göttin wird nur indirekt aus Liedern (Refrains) abgeleitet, in denen sie auch nicht explizit erwähnt wird. In Fachkreisen wird sie nicht als eine slawische Gottheit anerkannt.
West- und Ostslawen

Lelja
Frühlingsgöttin, Tochter der Göttin der Liebe und

Fruchtbarkeit

Darstellung

Als ein junges, schönes Mädchen.

Es gibt keine direkten Überlieferungen über die Existenz von Lelja und Lada in der slawischen Mythologie. Die Präsenz der beiden Göttinen im alten Glauben wird nur aus Frühlingsfesten und Liedern abgeleitet.

Morena od.
Morana, Marschana, Marzyana, Marzana, Marzanna

Göttin des Winters und der Dunkelheit, ferner Göttin des Todes

Darstellung

je nach Region unterschiedlich. Als Geist, als eine schöne Frau oder als eine alte bucklige Hexe.

Bemerkungen

Nach der Christianisierung slawischer Völker verkam Morena zu einem Wintergeist. Bis heute wird in Polen eine Puppe am Ende des Winters verbrannt oder ertränkt, um die Wintergeister auszutreiben.

West- und Ostslawen

Pereplut

Gott der Erde und des Ackers (nach anderen Quellen Meeresgott)

Westslawen

Porewit

Waldgott
Nach der Christianisierung slawischer Völker wurde Porewit mit Satan identifiziert.

Westslawen (Wenden)

Schiwa

Göttin des Lebens und der Fruchtbarkeit

Darstellung

Als eine nackte Frau mit Früchten in den Händen

Westslawen (Polaben)

Rod
Angeblich einer der ersten Götter in der slawischen Mythologie, der Erschaffer des Universums, Götervater. Allerdings existieren in den Überlieferungen kaum reale Hinweise auf seine Existenz in der Religion der Slawen.

Manche Forscher setzen Rod mit dem christlichen Gott gleich.

Bei allen Slawen

Roschanitzy

Das Verb roschat (russ. >60BL) bedeutet „gebären“. Meistens wurden Roschanitzy an Seite des Gottvaters Rod erwähnt.

Darstellung

Als eine gebärende Frau oder in Form einer Elchkuh mit Geweih auf dem Kopf.

Russland

Trojan

Trojan wird nur im Igorlied erwähnt. Es ist unbekannt, um welche Gottheit – falls überhaupt -, es sich handelt. Manche Historiker sehen Parallelen zu dem römischen Kaiser Trajan, der in Dakien Eroberungskriege führte und so den Urslawen möglicherweise bekannt war.
Ost- und Südslawen

Ein Gedanke zu “Slawische Gottheiten und ostslawische Geister und Unholde.

  1. Gott zum Grusse aus dem Bavarian outback
    Das mit den Holztellern ist echt eine klasse Idee. Sieht toll aus. Richtig nobel. Inspiriert sofort zum Nachbau.
    Nur Leider sieht man nicht wie du die Klappe oder Öffnung für die Kerze gemacht hast. Ich würde mich freuen wenn du mir da einen Tipp geben könntes.
    Die besten Grüsse aus dem bayrischen Wald, Strongbowsteve

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